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Öko Auditierung

durchgeführt von der AGL, Arbeitsgruppe für Landnutzungsplanung, Institut für ökologische Forschung
Dr. habil Dr. Ulrike Pröbstl

Der Wintersport besitzt im Alpenraum eine große touristische und damit auch regionalwirtschaftliche Bedeutung. Die bisherige Entwicklung des Skisports war aber auch mit der räumlichen Ausdehnung der Skigebiete und der ständigen Erweiterung der Kapazitäten verknüpft.

Verschiedene Studien zu Skigebieten zeigten folgende Belastungen:
– Qualitativen und quantitativen Veränderungen des Skigebietes durch Pistenaus- bzw. –umbau mit Planie und Rodungen
– Skibetrieb (mechanischer Schädigung, Störung von Wildtierlebensräumen)
– Die für viele Skigebiete charakteristische Doppel- bzw. Mehrfachnutzung alpiner Lebensräume durch Wintersport, Almwirtschaft, Forstwirtschaft und einer sommertouristischen Nutzung, die vielfach nicht aufeinander abgestimmt erfolgt.
Jedoch gibt es vielfältige Möglichkeiten, Skigebiete aufzuwerten (z. B. über Sanierung von Schadstellen, langfristige Pflegekonzepte, Öffentlichkeitsarbeit und Lenkungsmaßnahmen etc.) und ihre Stabilität, aber auch ihre Eignung als Lebensraum für einheimische Tiere und Pflanzen zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, welche Instrumente einen Entwicklungspfad der kontinuierlichen Aufwertung der skisportlich genutzten Flächen begünstigen. Dabei sollte die Eigenverantwortlichkeit die Basis bilden und die behördlichen Auflagen und Kontrollen eher zurückhaltend angewendet werden. Ein solches mögliches Instrument stellt das Öko-Audit dar.
Zur Umsetzung wurde im Dezember 1999 die Stiftung „pro natura – pro ski“ gegründet. Sie war Auftraggeberin des Projekts „Öko-Audit von skisportlich genutzten Flächen“. In diesem Zusammenhang wurden auch die verschiedenen Testskigebiete ausgewählt. Die Planai-Hochwurzen waren das einzige Skigebiet in Österreich, das teilgenommen hat.

Der Projektbericht enthält folgende Informationen:
In der problembezogenen differenzierten Bestandsanalyse wurden die Entwicklungsgeschichte des Skigebiets, die aktuellen Nutzungen, die aktuelle Vegetation und die wichtigsten winteraktiven Tierarten sowie die derzeitigen Belastungen ausführlich beschrieben. Auf der Grundlage dieser umweltrelevanten Daten erfolgte dann die Analyse und Bewertung der Ausgangsdaten zur Ermittlung der Schwachstellen. Im Verfahren der Stärken- und Schwächen-Analyse wurden in Zusammenarbeit mit den erfahrenen Mitarbeitern sowie externen Gutachtern die Stärken und Schwächen der einzelnen Themenbereiche herausgearbeitet und diskutiert. Aus den Ergebnissen der Umweltprüfung leitet sich das Umweltprogramm ab. Darin wurden alle Ziele und Maßnahmen themenbezogen formuliert, die zur Beseitigung der Schwachstellen führen und durch Zeitvorgaben und Festlegung der Priorität konkretisiert.

Zitat aus dem Bericht:
„Insgesamt bestätigt sich das bereits bekannte Bild der Planaibahn als eine im „grünen“ Bereich bereits sehr fortschrittliche und sehr engagierte Bergbahn. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Erhebung punktueller Schäden, die sehr gering sind. Die großen Anstrengungen eine erosionshemmende Pflanzendecke herzustellen, auch nach Umbaumaßnahmen auf der Piste, sind daran deutlich ablesbar. Positiv ist auch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Landwirtschaft im Bereich der Pistenpflege."

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