Mittwoch
08
Feb
Vormittag

Mittag

Nachmittag

Mehr ... Heute strömen am Rand eines Mittelmeertiefs mit kräftigem Ostwind dichte Wolken in die Steiermark. Es ist meist bedeckt und verbreitet schneit es leicht, zeitweise auch mäßig. ...
Donnerstag
09
Feb

Am Mittwoch zieht das Tief langsam ab. Zunächst ist es aber noch wolkig. Schneeschauer wird es kaum mehr geben. Noch am Vormittag lockern die Wolken auf und es wird teils sonnig. Kurzzeitig etwas milder.
Freitag
10
Feb

Samstag
11
Feb

FIS Alpine Ski WM 2013 in Schladming
Wie alles begann ...
Am 29. Mai 2008 wird der ÖSV-Kandidat Schladming anlässlich des 46. FIS Kongresses in Kapstadt (Südafrika) auf eindrucksvolle Weise mit der Ausrichtung der FIS Alpinen Ski WM 2013 (von 4.-17. Februar 2013) betraut.Schladming konnte sich gegen die Mitbewerber St. Moritz, Cortina d’Ampezzo und Beaver Creek-Vail durchsetzen und holte im ersten Durchgang mit zehn von 16 Stimmen die WM 2013 nach Österreich.
Schladming darf somit zum 2.mal nach 1982 Gastgeber für eine Alpine Ski WM sein.
Diese Weltmeisterschaft wird nicht nur Schladming, sondern die gesamte Steiermark über Jahre hindurch prägen und eine wirtschaftliche Belebung mit möglichst hohen Innovationseffekt herbeiführen. Es handelt sich dabei um die größte Sportveranstaltung weltweit im Jahre 2013.
WM Pisten
Auf der Planai & Hochwurzen stehen insgesamt 244 ha Pistenfläche zur Verfügung. Dies entspricht umgerechnet der Anzahl von ca. 400 Fußballfeldern. Alle WM relevanten Pisten sind bereits in einem renntauglichen Zustand, ausgenommen der Start für die Herren-Abfahrt, welcher im Sommer 2011 errichtet wird sowie kleine Adaptierungen entlang der Pisten.Sämtliche Pisten sind natürlich mit einer Schneeanlage ausgestattet. Auf der Planai & Hochwurzen steht die größte Schneeanlage Österreichs. Rund 650 Beschneiungsgeräte sorgen dafür, dass wir „Frau Holle“ im Falle des Falles ein wenig unter die Arme greifen können. Unter Voll-Last werden pro Tag ca. 200.000 m³ Schnee aus der Düse erzeugt, dies entspricht umgerechnet ca. 20.000 LKW Ladungen.
„Die WM der kurzen Wege“ – unter diesem Motto ist man in die Bewerbung gegangen. Daher war man von Beginn an bestrebt, sämtliche Bewerbe (Damen und Herren) in einem Zielraum enden zu lassen. Dies ist letztendlich auch gelungen. Das neue Planaistadion namens „Planet-Planai“ wird ein großartiges Ambiete für Damen und Herren bieten.
Wenig Einschränkung für den touristischen Skilauf!
Trotz Durchführung der WM 2013 ist auf über 85% (!!) der Pisten - selbst während der Veranstaltungstage - ein völlig ungehinderter, touristischer Skilauf gewährleistet. Der Skiberg Hochwurzen ist von der WM überhaupt unberührt.
Herren Pisten
Die Planai FIS-Abfahrt ist und bleibt legendär. Alle Herren-Bewerbe werden auf der entsprechenden Länge in diesem Bereich ausgetragen. Es ragen sich viele Geschichten und Schnurren um die – umgangssprachlich „FIS“ genannte Piste.Am 22. Dezember 1973 wurde mit einem Abfahrtslauf der Herren das erste Weltcuprennen auf der Planai veranstaltet. Der Sieger Franz Klammer bewältigte die 3145 Meter lange Strecke vor rund 15.000 Zusehern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111,22 Kilometern pro Stunde und erreichte damit die bis dahin höchste Durchschnittsgeschwindigkeit in einer Weltcupabfahrt. Zuvor war die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit bei 108,31 Kilometer pro Stunde gelegen, erzielt am 15. März 1972 von Bernhard Russi auf der Saslong in Gröden.
Der Planai Zielhang mit einem Maximalgefälle von 52% gehört zu den steilsten Zielhängen im Weltcup.
Neubau Harreiter Tunnel
Kurz vor Einfahrt in den legendären Bannwald, also im letzten Drittel der Herren-Abfahrt wurde ein ca. 70 m langer Tunnel errichtet, über welchen nun die Piste führt. Die Stelle galt seit jeher als Nadelöhr.
Siehe Bild, das deutlich die Verbesserung zeigt.
Facts:
• Breite: 6,5 m
• Höhe: 5,91 m
• Länge: 69 m
• Neue Pistenbreite: 55 m
• 15.000 m³ Erdreich bewegt
Verbreiterung Skiüberführung Kessler
Auch die bereits bestehende Skiüberführung Kessler wurde entsprechend verbreitert. Die neue Pistenbreite an dieser Stelle beträgt nun 55m.
Facts:
• Neue Pistenbreite: 55 m
• 6.000 m³ Erdreich bewegt
• 20.000 kg Stahlbewehrung
• 350 m³ Beton

Verbreiterung Skiüberführung Mitterwallner
Für die nur weniger Höhenmeter weiter oben gelegene Skiüberführung Mitterwallner gilt gleiches wie für die Skiüberführung Kessler. Die vorhandene Breite von knapp 30 m taugte den Anforderungen nicht mehr. Daher kam es auch hier zu einer entsprechenden Adaptierung. An das bestehende Brückenbauwerk wurde nahtlos eine 25 m Brücke angebaut, sodass sich jetzt eine Gesamtlänge von 50 m ergibt.
Facts:
• Neue Pistenbreite: 50 m
• 36.000 kg Stahlbewehrung
• 6.500 m³ Erdreich bewegt

Verbreiterung Pistenstück Quellboden
Kurz nach dem sehr steilen Startstück der Herren-Abfahrt kommt man in den Bereich „Quellboden“ (auf Höhe der Quellboden-Hütte).
Auch hier war die vorhandene Pistenbreite für eine Herren Speed Disziplin nicht mehr ausreichend. Der Bestand betrug 30 m Breite, durch die Adaptierung in diesem Bereich verfügt die Herren FIS Abfahrt nun bereits im obersten Drittel über eine Breite von 80 m. Ein entsprechender Sprung wurde ebenso berücksichtigt.
Für 2011 stehen noch folgende Projekte zur Realisierung an:
- Neubau der Flutlichtanlage
- Neubau des Stadion-Express
- Bau des Mittelstations-Tunnel (Querung der Piste im Bereich Kessleralm)
- Neubau des Herren-Abfahrtstarts.
Abschließend sei erwähnt: Trotz des Baus von Pisten ist auf der Planai in den vergangenen Jahren der Waldbestand gestiegen. Dies rührt einerseits daher, dass es ständig zu Ersatzaufforstungen kommt und andererseits hilft der natürliche Samenflug mit, dass der Waldbestand steigt.
Damen-Pisten
Die Planai ist hauptsächlich durch Männer Skibewerbe bekannt geworden. Dennoch: Das einzige Weltcuprennen der Damen, ein Super-G am 26. November 1988, gewann die Französin Carole Merle. Schladming war als Ersatzort für Les Menuires eingesprungen, das die Super-Gs nicht austragen konnte.
Verbreiterung Poser-Überführung
Die Poser-Überführung befindet sich am östlichen Teil des Skiberges, sprich entlang der Streicherabfahrt und ist somit vitaler Bestandteil der Damenpiste.
Auch diese Überführung musste entsprechend den Anforderungen für Damen-Speedbewerbe entsprechend verbreitert werden.
Facts:
• Neue Pistenbreite: 28 m
• 450 m³ Beton
• 33.000 kg Eisenbewehrung
• 6.600 m³ Erdreich bewegt
Damen-Einfahrpisten
Im Bereich der Streicherabfahrt wurde zusätzlich eine „Damen-Einfahrpiste“ geschaffen. Dieser neue Pistenabschnitt ist mit einem entsprechenden Neigungswinkel ausgestattet.

Auch sämtliche Damenbewerbe enden in einem zentralen Zielraum (Planet-Planai).
Infrastruktur
Schladming verfügt bereits jetzt über eine ausgezeichnete Sport-Infrastruktur. Die Organisation des jährlichen Nightrace mit über 50.000 Besuchern lässt kaum jemand zweifeln, dass nicht auch die WM in einem professionellem Umfeld stattfindet. Sowohl die Stadtgemeinde Schladming wie auch die Planai-Bahnen haben gemeinsam mit Vertretern von ÖSV, WSV, Land Steiermark und Republik Österreich ein bauliches Maßnahmenpaket ausgearbeitet, welches bereits seit Sommer 2009 zur Umsetzung kommt.Gesamt wird die FIS Alpine Ski WM 2013 Investitionen in der Höhe von rund € 470 Mio. nach sich ziehen (Stand Juli 2010). In diesem Betrag sind sowohl die Investitionen der Stadtgemeinde Schladming, der Planai-Bahnen, Investitionen von privater Seite (Hotellerie, Beherbergung, etc), Investitionen in Schienen und Verkehr etc. berücksichtigt.
Nachfolgend eine überblicksmäßige Aufstellung der wichtigsten Projekte.

Planet-Planai (Zielstadion)
Baubeginn: 11. April 2010
Fertigstellung: 26. November 2010
Baukosten: ca. € 13 Mio.
Kurzbeschreibung:
Der Planet-Planai wird eines der Wahrzeichen der WM werden. Sowohl Räumlichkeiten für das OK, FIS, ORF etc. sowie das Headquarter der Planai-Bahnen sind darin untergebracht. Ebenso stellt der Planet-Planai den Hauptzutritt ins Skigebiet dar (Planai-Seilbahn).
Ein überdimensionaler Looping hüllt das gesamte Gebäude ein und wird von 74 Stützen getragen. Innerhalb des Loopings entstanden 3 miteinander verbundene Gebäudekomplexe. Im südlichsten Teil (Nähe Zielhang) entstand das neue Headquarter der Planai, welches alle Betriebe und Tochterfirmen der Planai-Bahnen beherbergt, im Mittelteil befinden sich die Büroräumlichkeiten für wichtige Partner (z.B. Wintersportverein Schladming).
Der nördlichste Teil mit rund 1000 m² Glasfassade bleibt den Gästen vorbehalten.
Zusätzlich wurden für diverse Sportgroßveranstaltungen alle Vorkehrungen getroffen. Es wurde bereits ein gläsernes „WM-Studio“ errichtet, welches allen internationalen Vorbildern standhält bzw. selbige sogar an Qualität übertrifft.
Selbstverständlich wurde der gesamte Komplex barrierefrei errichtet.
Der „Planet-Planai“ stellt den zweiten Teil eines aus 4 Projekten bestehenden Gesamtkonzeptes im Zielstadion-Bereich dar. Im Sommer 2011 folgt das neue Planai-Stadion mit unterirdischem Servicedeck und das Wahrzeichen „Tor der Sieger“ am Planai Zielhang. Das Planai-Parkhaus ist bereits in Betrieb.
Das Gesamtinvestitionsvolumen für den „Planet-Planai“, das Servicedeck und das Wahrzeichen etc. beträgt € 24,4 Mio.
Zum Bautagebuch
Nutzung während der WM:
Zentrale Drehscheibe der WM
OK Büros
WM Studio
Sitzungsräumlichkeiten
Stadionsprecher
Stadiontechnik
Nachnutzung:
Die bis dato vorhandene Infrastruktur stammt aus dem Jahre 1982. Zwischenzeitlich haben sich die (technischen) Anforderungen an Veranstalter (Stadt Schladming, Tourismusverband, Planai-Bahnen) massiv geändert.
Für die jährlichen Großevents wie z.B.
Nightrace
Mountainbike Weltcup
Konzerte
Beachvolleyball
MID Europe
Firmenvents mit mehreren tausend Teilnehmern

Servicedeck & Tor der Sieger
Baubeginn: Frühjahr 2011
Fertigstellung: November 2011
Kurzbeschreibung:
Das Servicedeck wird unter dem Planai-Stadion errichtet. Das Servicedeck ist für eine reibungslose WM unabdingbar, um den Zielraum queren zu können, ebenso werden dringend benötigte Lagerräumlichkeiten geschaffen.
Nachnutzung:
Lagerräumlichkeiten für WSV
Für alle weiteren Veranstaltungen im Laufe eines Jahres:
Nightrace
Mountainbike Weltcup
Konzerte - Backstage
Beachvolleyball
MID Europe
Firmenvents mit mehreren tausend Teilnehmern
Tor der Sieger
Baubeginn: Frühjahr 2011
Das Tor der Sieger wird ein nachhaltiges Landmark werden.
Weitere Projekte:
- Mediencenter
- Athletic Area
- ÖBB
- Verkehr/Strasse
- Wohnungen
- Mitterhausbahn
- Märchenwiesenbahn
- Speicherteich Weitmoos
- Parkhaus









