HVO bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen
Seit Jänner 2024 setzen wir bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen auf HVO (Hydrotreated Vegetable Oil). Der Kraftstoff wird aus tierischen und pflanzlichen Abfällen und Reststoffen wie gebrauchten Ölen und Fetten hergestellt und kann in entsprechend freigegebenen Dieselmotoren eingesetzt werden. Die Leistung ist mit jener von herkömmlichem Diesel vergleichbar.
Mit dem Einsatz von HVO wollen wir die durch Treibstoffe verursachten CO₂-Emissionen reduzieren.
Von der Studie zur Praxis
Unsere Entscheidung für den Umstieg auf HVO basiert auf einer wissenschaftlichen Studie, die im Winter 2022/23 gemeinsam mit der Dr. Thomas Klein Consulting GmbH und der TU Graz durchgeführt wurde. Dabei wurden zwei baugleiche Pistengeräte auf der Planai verglichen – eines wurde mit herkömmlichem Diesel, das andere mit HVO betrieben.
Die Studie zeigte, dass sich mit HVO im Vergleich zu herkömmlichem Diesel die CO₂-Bilanz um bis zu 90 % verbessern lässt, ohne dass dabei Leistung und Effizienz der getesteten Pistengeräte beeinträchtigt wurden.
HVO in verschiedenen Bereichen
Auf Grundlage dieser Ergebnisse haben wir HVO seit Jänner 2024 schrittweise in mehreren Bereichen eingeführt:
- Alle Pistengeräte auf der Planai, Hochwurzen und am Galsterberg werden mit HVO betrieben.
- Ein Großteil unserer Firmenfahrzeuge fährt mit HVO, die übrigen verfügen über einen Elektroantrieb.
- Alle Linienbusse und ein Großteil der Reisebusse fahren mit HVO.
Entwicklung der Treibhausgasbilanz
Die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen zeigen sich auch in unserer Treibhausgasbilanz. Seit dem Wirtschaftsjahr 2022/23 erstellen und aktualisieren wir diese für die Planai-Hochwurzen-Bahnen einschließlich Galsterberg laufend. Das Wirtschaftsjahr 2022/23, in dem noch herkömmlicher Diesel eingesetzt wurde, dient dabei als Referenzjahr.
Bis zum Wirtschaftsjahr 2024/25 konnten wir die Scope-1- und Scope-2-Emissionen gegenüber diesem Referenzjahr um 81,4 % reduzieren. Der Umstieg von Diesel auf HVO leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.
Scope 1: direkte Emissionen aus eigenen Quellen
Scope 2: indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie.